Zehengänger GbR, Hauptstraße 66, 30916 Isernhagen

Rita wurde am 26. November 2018 als Dobermann Mischling geboren und wiegt 23,5 kg.

Rita wurde als Hundewelpe in einem Kleinanzeigenportal angeboten und blieb bei ihren ersten Haltern nur 1,5 Jahre, ehe man sich dazu entschied, Rita im Tierheim abzugeben.

Rita hat gelernt, Bällen hinterher zu jagen, kann Pfoten geben und Sitz machen. Aber sie hat nicht gelernt, sich manierlich im Umgang mit Menschen und Artgenossen zu verhalten. Das Hochpushen mit Spielzeug führte bei Rita sehr schnell zu einer allgemeinen Überdrehtheit, sie reagierte jagdlich motiviert auf alle möglichen Reize und klinkte bei Hundebegegnungen schließlich so aus, dass sie ihre Halter biss, wenn diese versuchten, sie an der Leine zurück zu halten.

Auch das zweite Zuhause musste erfahren, dass Rita besser mit Maulkorb gesichert wird, ehe man mit ihr das Haus verlässt. Nachdem die ersten zwei Wochen ruhig verliefen, wurde der Maulkorb abgenommen – das  klappte nur wenige Tage, dann wurde auch Ritas neuer Halter von ihr gebissen.

Nun stellte sich die Frage, ob Rita so sein muss. Also ging es zu intensiven Trainingswochen, um zu sehen, ob Rita auch anders kann. Inzwischen kann Rita auch anders, aber man muss dran bleiben und sie braucht Menschen, die wirklich Lust darauf haben, sich mit einem solchen Hund auseinander zu setzen.

Rita ist verträglich mit Artgenossen, liebt dobermanntypisch Rennspiele und kann sich in schnell bewegte Muster hinein steigern. Dann kann das Spiel auch in eine Klopperei kippen, Rita bleibt dabei aber sehr klar. An der Leine kann Rita Artgenossen begegnen, ohne auszuflippen, dafür muss aber klar sein, wer führt und wer folgt. Wenn Rita führt, arten Hundebegegnungen gefährlich aus. Wenn Rita einen Menschen findet, dem sie folgen kann, sind Hundebegegnungen kein Problem.

Gefragt sind klare Menschen, die Autorität sein können und wollen und Rita freundlich aber bestimmt sagen, was sie tun und was sie lassen soll. Rita ist als Gebrauchshundmischling schlecht in der Lage, eigene Entscheidungen gut zu treffen. Sie braucht jemanden, der sie an die Pfote nimmt und ihr klar vermittelt, was geht und was nicht. Wenn Rita meint, sie weiß schon selbst, wo der Hase lang läuft, dann lässt sie sich nichts mehr sagen und würde auch beissen, um ihre Interessen durchzusetzen. Man muss Ritas Bereitschaft, sich aggressiv zu verhalten, wirklich aushalten können und wollen.

Rita braucht in der Öffentlichkeit einen Maulkorb. Denn sie wird nicht verlernen, was ihr einst durch fehlende Führung vermittelt wurde. Die verklärte Vorstellung, dass Rita wieder nett sein wird und ein „resozialisierter Hund“ werden kann, ist unrealistisch. Rita ist eine Grenzgängerin und immer da, wo es nach Ärger riecht. Ihr neues Zuhause sollte sich über Ärger nicht ärgern, sondern Rita ernst nehmen und bereit sein, ein Hundeleben lang dran zu bleiben.

Rita kann viele Dinge toll: Sie fährt gut im Auto mit, sie kennt dabei auch die Transportbox. Sie hat einen guten Grundgehorsam und läuft entspannt an der Leine. Ihr Jagdtrieb gegenüber Wildtieren ist überschaubar, Freilauf ist möglich (mit Maulkorb, versteht sich).  Sie arbeitet gerne mit „ihrem“ Menschen, sie ist sportlich, läuft gut am Fahrrad mit und kann stundenweise alleine bleiben. So sehr Rita aufdrehen kann, so ruhig kann sie auch stundenlag irgendwo liegen und faulenzen.
Ritas Grundgehorsam ist gut, ihre Leinenführigkeit ist vom Feinsten und Gassigänge mit ihr machen wirklich viel Freude (wenn man gelernt hat, wie’s geht).

Es wäre sehr schön, wenn Interessenten sich die Zeit nehmen würden, von Anfang an mit Rita ein versiertes Hundetraining als Hilfe in Anspruch zu nehmen. Erfahrung mit Dobermännern wäre sicher von Vorteil, aber kein Muss.

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