Zehengänger GbR, Hauptstraße 66, 30916 Isernhagen

Was ist ein Mikrochip?

Der Mikrochip ist etwa so groß wie ein Reiskorn und enthält einen fünfzehnstelligen Zahlencode, der mit einem Chiplesegerät ausgelesen werden kann. Er wird an der linken Halsseite unter die Haut transplantiert. Es kann passieren, dass das Chippen unangenehm ist und der ein oder andere Hund auch mal quietscht, in den überwiegenden Fällen ist der Eingriff aber schmerzfrei. Eine Narkose ist beim Mikrochipsetzen nicht erforderlich. Wer große Ängste um seinen Hund hat, oder einen sehr wehleidigen Hund sein Eigen nennt, kann den Mikrochip eventuell in Kombination mit einem Eingriff implantieren lassen, der eine Narkose erfordert (z.B. bei einer Zahnsanierung, Kastration o.ä.).

Welche Informationen sind enthalten?

Die Chipnummer wird weltweit nur ein einziges Mal nach ISO-Norm vergeben und kann deshalb einem Tier länderübergreifend zugeordnet werden – vorausgesetzt, die Chipnummer ist auch registriert (was viele Hundehalter vergessen!).

Die ersten drei Ziffern (001 – 899) stehen meist für den Ländercode. In Deutschland ist es die 276. Die Ziffern 5 – 7 beziffern dann den Hersteller.
Gehen die ersten drei Ziffern mindestens mit 900 los, handelt es sich um einen Herstellercode, nicht um einen Ländercode. Das Herkunftsland eines gechippten Tieres kann dann nicht ermittelt werden.

klabautermann_chipBeispiel „Klabautermann“: 276 0 972 XXXXXXXX

Klabautermann stammt also aus Deutschland, nach dem Ländercode folgt normalerweise die 0, 972 wäre der Herstellercode der Planet ID GmbH (Deutschland), die restlichen acht Nummern sind dann die persönliche Identifikationsnummer von Klabautermann.

Chippflicht

In Niedersachsen gibt es eine Chip- und Registrierungspflicht für Hunde.
Hunde müssen laut Gesetzt im Zentralen Hunderegister Niedersachsen mit ihrer Chipnummer registriert werden. Hunde, die älter als sechs Monate alt sind, müssen mit einem ISO konformen Mikrochip versehen werden und im Zentralen Hunderegister Niedersachsen angemeldet werden. Eine Anmeldung bei einem privaten Verein (z.B. TASSO e.V.) reicht nicht aus, es findet untereinander auch kein Datenaustausch statt.

Warum registrieren?

Ein gechippter Hund ist nicht automatisch identifizierbar und seinem Halter zuzuordnen. Die Implantation des Mikrochips ist nutzlos, wenn die Zahlenkombination nicht registriert wird.

Der Eintrag ins Zentralregister ist deshalb unumgänglich.
Wer schlau ist, registriert seinen Hund freiwillig zusätzlich bei TASSO e.V. oder im Deutschen Haustierregister des Deutschen Tierschutzbund e.V. (oder bei beiden Vereinen).

Die Eintragung ist kostenlos und bringt Hund und Halter nur Vorteile. Denn die Vereine kümmern sich darum, dass entlaufene Hunde schnell und unbürokratisch wieder zu ihren Haltern finden. Ein Fundhund mit Chipnummer, die registriert ist, kann durch einen Anruf bei TASSO innerhalb weniger Minuten einem Halter zugeordnet werden.
Die Adresse und Kontakttelefonnummern werden dafür bei Eintrag hinterlegt. Der Hundehalter kann bei Antragsstellung angeben, ob seine Kontaktdaten weiter gegeben werden dürfen, oder nicht. Stimmt man der Weitergabe der Kontaktdaten zu, kann der Finder/das Tierheim oft innerhalb weniger Minuten anrufen und Entwarnung geben.
Ansonsten kontaktiert der jeweilige Verein den Halter, der sich dann selbstständig beim Finder melden und sein Tier abholen kann.

Wer darf den Mikrochip setzen?

Tierärzte und Personen, die dafür sachkundig sind. Was eine sachkundige Person ist, bleibt schwammig formuliert. Häufig sind es Zuchtrichter oder auch ausgebildete Tierpfleger.
Wer den Chip setzt, haftet. Das bedeutet, dass Verletzungen, die beim Chippen entstehen können, z.B. wenn das Tier nicht ordnungsgemäß fixiert wurde und zappelt, auf die Kappe des „Chippers“ gehen. Deshalb implantieren meist nur Tierärzte (mit einer entsprechenden Berufshaftpflicht) den Chip.

Was kann dabei schief gehen?

Es gibt Schauermärchen, von falsch implantierten Mikrochips, viele Halter hören auf Hundewiesen die schlimmsten Dinge und werden geradezu hysterisch, beim Gedanken, ihren Hund chippen lassen zu müssen.
Eigentlich kann beim Chipsetzen durch eine fachkundige Person recht wenig passieren. Zappelt das Tier zu heftig, kann kein Chip gesetzt werden. Dies muss dann ggfl. unter Narkose geschehen.
Immer wieder kann es mal vorkommen, dass der Mikrochip unter der Haut wandert. Manche Hunde piepen dann am Brustkorb (beim Ablesen), weil der Chip nach unten gerutscht ist und dann dort unter der Haut sitzt. Das ist für betroffene Hunde aber problemlos und schmerzfrei. Nur beim Ablesen des Chips muss der Halter häufig darauf hinweisen, dass er nicht mehr an der linken Halsseite sitzt, sondern anderswo zu suchen ist.

Kann der Chip unleserlich werden?

Ja, das kann passieren. Ist aber recht selten. Ist der Chip unleserlich geworden, muss der Hund erneut gechipt werden.

Weitere Informationen finden

TASSO e.V.
Deutsches Haustierregister
Hunderegister Niedersachsen

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